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Thema
Die erste Tagung thematisiert den Ort als eine der grundsätzlichen Einflussgrößen beim Entwurf und Bau von Architektur und Stadt. Gebaute Architektur ist immer an einen realen Ort gebunden. Durch die Eigenheiten des Ortes erfolgt die Individualisierung der Aufgabe, entsteht die Besonderheit die nur im Dialog und in Bezugnahme auf den physischen Kontext erschlossen werden kann. Die Auseinandersetzung mit dem Umfeld erfordert beides, die Wertschätzung des Vorhandenen als auch das Bewusstsein, dass Architektur die gesellschaftlichen Voraussetzungen und technischen Möglichkeiten ihrer Zeit spiegelt und somit immer auch Veränderung bedeutet.
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Wie verhält sich das Neue am Ort?
Wie wird auf räumlich-lokale Aspekte Rücksicht genommen?
Wie gelingt es besondere Orte der Identität zu schaffen? Ist es nur vermeintlich ein Widerspruch, dass die ansteigende Individualisierung der Architektur zwar einerseits zu immer neuen Orten, dabei aber andererseits zu immer gleichen Orten führt? In jeder Gegend entstehen Orte dieser Art, nicht nur in ein und derselben Stadt, sondern auch von Stadt zu Stadt, von Land zu Land usw. Es ist die um sich greifende Form der „Ortlosigkeit“, die Architektur und mit ihr ganze Straßen, Plätze und Felder als Orte auswechselbar erscheinen lässt. Ist dafür vielleicht ein fehlendes Bewusstsein für das Hier und Da, für die Eigentümlichkeit des dem Entwurf und dem Bau jeweils vorausgegangenen Ortes verantwortlich? Erzeugt das Überhandnehmen solcher Nichtorte allmählich eine veränderte, neue Sensibilität der Profession gegenüber dem Ort?

Unter dem Thema „Ort“ geht die Konferenz dieser Frage nach dem Ortsbezug der Architektur und seiner möglichen Verankerung innerhalb der Disziplin nach. Wie kann man den Ort verstehen und seinen Anspruch, den er an die Architektur stellt; wie kann die Architektur auf den Ort reagieren?

Unter drei vorgegebenen Fragestellungen und anhand beispielhafter, gebauter Projekte sollen die verschiedenen Positionen im Umgang mit dem Ort aufgezeigt und zur Diskussion gestellt werden.

1. Der vorgefundene Ort
Wie lässt sich Wissen um das Potential eines Ortes generieren; welches waren die Methoden und Instrumente, mit denen der Ort erforscht und für den Entwurf relevant wurde; wie konnte der Ort beschrieben, erfasst und aufgenommen werden; welche Bedeutung hatte der Ort?

2. Der entwurfliche Ort
Welchen konkreten Einfluss hatten die Gegebenheiten und/oder Bedingungen des Ortes für den Entwurf; wie wurden die Erkenntnisse in das Entwerfen und den Entwurf transferiert; welche Ideen, Strategien und Konzepte spielten eine konkrete Rolle; welchen Einfluss hat der Ort auf die architektonische Sprache?

3. Der gebaute Ort
Wie wurde der Bau mit dem Ort verbunden und an die räumliche Situation angeschlossen; welche Überlegungen und Techniken kamen zum Einsatz; welche Bedeutung hat der Ort und der Bau für den Ort; welche architektonischen Mittel wurden verwendet und/oder entwickelt, um auf den Ort zu reagieren?

Rückschau
 

 
Vorträge
1. Tag: 26. Januar 2017

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Grußwort: Alexander Markschies, Dekan der Fakultät für Architektur
Zur Einführung: Hartwig Schneider und Uwe Schröder

  • Zur Einführung: Vortrag von Paolo Zermani
  • Meili Peter Architekten – Sprengel Museum Hannover
  • F 29 Architekten – Mediathek der Kunsthochschule Halle
  • Bayer & Strobel – Aussegnungshalle Ingelheim
  • Modulorbeat – One Man Sauna in Bochum
  • Hild und K Architekten – Umspannwerk in München
  • Diener & Diener – Ostflügel des Museums für Naturkunde Berlin
  • Wandel Lorch Architekten – Neue Synagoge Dresden
  • Schulz und Schulz – St. Trinitatis in Leipzig
  • Bruno Fioretti Marquez – Mittelpunktbibliothek Berlin
  • ROBERTNEUN – Am Lokdepot 123 in Berlin
  • Max Dudler – Eingangsgebäude der Firma Dräger
  • MGF Architekten – Mensa in Greifswald
  • Eun Young Yi – Stadtbibliothek Stuttgart
  • Bolles + Wilson – Two Harbour Buildings in Münster
  • Thomas Kröger – Schwarzes Haus in der Uckermark

Podiumsdiskussion mit Markus Peter, Christian Rapp, Tom Friedrich moderiert von Ursula Baus und Ulrich Brinkmann

2. Tag: 27. Januar 2017

  • Video-Playlist öffnen

Zur Einführung: Hartwig Schneider und Uwe Schröder

  • Brandlhuber+ Emde, Burlon – Antivilla in Krampnitz
  • Springer Architekten – Neues Museum Lüneburg
  • jessenvollenweider – Uhrenmanufaktur in Glashütte
  • Christoph Mäckler – Deutsches Romantik-Museum Frankfurt
  • Müller Reimann Architekten – Bauhaus Halensee
  • zanderroth architekten – Wohnhaus Christinenstraße in Berlin
  • Kahlfeldt Architekten – Wohnhaus in Berlin
  • VON M – Museum Luthers Sterbehaus in Eisleben
  • Beer Bembé Dellinger – Neue Ortsmitte Wettstetten
  • Paul Böhm – Seminargebäude der Universität zu Köln
  • O&O Baukunst – Landesarchiv NRW in Duisburg
  • Kuehn Malvezzi – Friedrich Christian Flick Collection in Berlin
  • kleyer.koblitz.letzel.freivogel – Kita Kinderland in Wittstock/Dosse
  • Hans Kollhoff – Generali Deutschland in Köln
  • Lederer Ragnarsdóttir Oei – Bischhöfliches Ordinariat Rottenburg
  • Kleihues + Kleihues – Zentrale des BND in Berlin
  • Podiumsdiskussion mit Paul Böhm, Hans Kollhoff, Arno Lederer und Fritz Barth moderiert von Jasper Cepl und Jørg Himmelreich

     
    Publikation
    Mit der Feststellung des Inventars verfolgt die Tagung das Ziel, die Beiträge zur „inneren“ Bestimmung der Disziplin für den Diskurs über Architektur und als Publikationsvorhaben für Praxis, Lehre und Forschung bereitzustellen und so eine anschauliche Annährung an die Komplexität der Profession zu leisten.
    Die Publikation wird im Herbst/Winter 2017 veröffentlicht werden.

     

    Mit freundlicher Unterstützung durch
     
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